Schlussevaluation des Projekts
Evaluationstermine
- Prof. Michael Schäfer, Technische Informatik an der Hochschule Ruhr West, Campus Bottrop, Dienstag, 28.9.21
- Denis Ahlemann, Geschäftsführender Gesellschafter der K.PLAN - Klima.Umwelt & Planung GmbH in Bochum, Mittwoch, 29.9.21
- Rosa Strube, Collaborating Centre on Sustainable Consumption and Production (CSCP), Wuppertal, Donnerstag, 30.9.21
Die vollständige Schlusspräsentation von Dr. Hans Hubbertz (Ev. Kirchenkreis Recklinghausen) wird zum Download zur Verfügung gestellt.
Als Hinweise für Folgeprojekte wurden folgende hilfreiche und praxisorientierte Hinweise ins Blickfeld gerückt:
Die Datenauswertung der Messungen mit ipython-notebooks erzeugt aussagekräftige und hochwertige
Grafiken zur Vergleichsvisualisierung.
Im Vergleich zu offiziellen Messungen sind zu beachten:
- Datenvolumen,
- Anzahl der NULL/NaN-Nennungen/Ausfälle,
- Abweichungen in Messerergebnissen
- Besonderheiten: höhere Taktung mit Peaks vs. reine Stundenmittelwerte, 24:00-Problem bei Vergleich, keine Datenvisualisierung offizieller Daten, keine Interpretationsanleitung, die Problematik der Hintergrundkontamination, z.B. durch Feinstaubemissionen aus Holzöfen. Auffällig war der Ausfall spez. Sensoren (Bosch BME280).
Bei der Auswahl von Sensor-Stationen sind Messortprobleme zu reflektieren: Gärten, Wände haben einen sehr starken Einfluss auf Luftfeuchtigkeit, womit auch die Feinstaubmessungen beeinflusst werden.
Luftfeuchte sinkt in Hausnähe, da sich die Bodenversiegelung negativ auswirkt. Standorte sind darufhin zu vergleichen.
Windmessungen müssten parallel durchgeführt werden. Mindesthöhe ist 10 m, bei Vergleichsmessungen sind Probleme am Aufstellort zu erwarten. Windmessungen erfordern sehr hohe Anforderungen.
Die Temperaturmessungen der verschieden aufgestellten Sensoren könnten durch eine zweite mechanische Abschirmschicht genauer gefasst werden, da sich unter Sonneneinstrahlung das Gehäuse aufheizt und Werte verfälschen kann. Dies Problem würde zudem durch eine aktive Belüftung reduziert.
Bei der Mittelwertvergleichsberechnung könnte man, wegen der unterschiedlichen Taktraten der Messungen den Mittelwert auf größere Zeiträume hin vergleichen und dann die Abweichungen, Prozessorauslastungen beobachten. Dies wäre eine Aufgabe zur Datensynchronisierung.
Generell wäre eine Kalibrierung zu empfehlen bzw. ein höherwertiger Feinstaubsensor.
Grundsätzlich stellt sich die Problematik der Hardwarelieferanten aus Fernost und den damit verbundenen ökologischen Problemen langer Transportwege für elektronische Komponenten.
Als "Metaproblematik" ist mit der Problematik der Wahrnehmungsverzerrung/-verstärkung von ökologischen Problemen durch Messungen an sich zu rechnen.
Das Projekt tangiert übergreifende Fragen der Kreislaufwirtschaft und des städtischen Umbaus in Richtung ökologischer Gesamtkonzepte.
